Paul Greifzu Stadion
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Allgemeines
Angelegt als Sportplatz in den 1920er Jahren wurde die Sportstätte während der 1930er Jahre als Paradeplatz der Nationalsozialisten genutzt. Hier finden 8000 Zuschauer Platz.
Das Stadion wurde nach Paul Greifzu (geboren am 7. April 1902 in Suhl), einem deutschen Auto- und Motorrad-Rennfahrer benannt. 1951 fuhr er unter anderem einen 4. Platz beim Internationalen Rennen auf dem Nürburgring und Siege auf dem Sachsenring, beim Internationalen AVUS-Rennen in Berlin, auf der Autobahnspinne Dresen und beim Rennen auf der Halle-Saale-Schleife ein. Am 10. Mai 1952 beendete ein tödlicher Unfall beim Training in Dessau die Karriere von Paul Greifzu.
Das Stadion ist seit 1958 Speedwaybahn (in diesem Jahr wurde auch das erste Rennen ausgetragen) und bietet 16.000 Zuschauerplätze (davon 3.000 Sitzplätze). Die Länge der Bahn aus Steinmehl und Steinkohlenschlacke beträgt 385 Meter. Auf der Bahn werden unter anderem Bundesligarennen, Rennen um den Internationalen Ostseepokal und um den Stralsunder Nikolauspokal ausgetragen.
Zur Anlage gehört seit 2002 ein Kunstrasen-Fußballplatz, der durch eine Flutlichtanlage auch Spiele im Dunkeln erlaubt.
- 09.02.1937 Dr. Leschke wird zum Sportreferenten berufen und kündigt die einen Bau eines Stadions so schnell wie möglich an. Vier Standorte in Auswahl: Spülgelände Dänholm, ehemaliger Vogelsangteich, Gelände an der Ausflugsgaststätte "Stadtkoppel", Gelände westlich Prohner Chaussee
- geplant: Arena mit 8000 Sitzplätzen und 6000 Stehplätzen
- geplant: Wehrkampfbahn für SA, SS und NSKK
- geplant: Stadtionnutzung für Kundgebungen
- 15.07.1937 erster Spatenstich
- 1938 Das Stadtbauamt vergibt Auftrag zur Herstellung eines Spielfeldes 70 mal 105 Meter, einer 400 Meter Aschenbahn und zur Herstellung von Sprung- und Wurfplätzen an "Unternehmen für Eisenbeton und Tiefbau Heinrich Stein". Gefordert wurden 50000 RM, gezahlt werden konnten nur 29000 RM.
- Anfang 1939 Die Stadt versucht, den SV Reichspost 07 als Partner zu gewinnen. Der Verein erhielt zuvor 30000 RM zum Bau eines Sportlerheimes.
- 06.03.1939 Pachtvertrag der Stadt mit dem SV Reichspost 07 über die Überlassung eines Geländes neben der Barther Straße zur Errichtung eines Vereinshauses und die Weitergabes eines ausschließlichen Nutzungsrechtes des vor dem Vereinshaus gelegenen städtischen Übungsplatzes und bevorzugtes Benutzungsrecht des zweiten, vor dem Vereinshaus liegenden Übungsplatzes.
- Ausbruch des zweiten Weltkrieges: Der weitere Ausbau wird eingestellt.
- 1957 Der Bau der Speedway-Bahn beginnt. 130000 Mark werden aus Lotto-Mitteln zur Verfügung gestellt. Ausführundes Unternehmen ist der VEB Bau.
- April 1958 Gründung MC Nordstern, 150 Mitglieder
- 04.05.1958 Das erste Speedway-Rennen auf der neuen Bahn findet vor 20000 Zuschauern statt.
Vereine
- Dynamo Stralsund (jetzt MC Nordstern)
- MC Nordstern Stralsund
- FC Pommern (Jugend)

