St. Jakobi
Aus Stralsund Wiki
Im Jahr 1303 wurde die Kirche in der Jakobiturmstraße auf der Grenze zwischen historischer Alt- und Neustadt erstmals erwähnt. Ursprünglich als Hallenkirche angelegt, wurde im 14. Jahrhundert eine Umwandlung zur Basilika durch Erhöhung des Mittelschiffes durchgeführt.
1628 belagerte Wallenstein Stralsund. Dabei wurde die Kirche stark beschädigt. Die gotische Turmpyramide brannte 1662 durch einen Blitzschlag mit ihren Glocken nieder, französische Besatzer nutzten das Bauwerk dann 1818 als Pferdestall.
1955 dann wurde die Kirche nach großem Schaden aus dem Bombenangriff 1944 wiederhergestellt. Große Teile der Innenausstattung wie der Altar und die Kanzel wurden vor dem zweiten Weltkrieg ausgelagert und sind heute zu bewundern. Die wertvolle Mehmel-Orgel dagegen konnte nicht gerettet werden. Heute wird die Kirche für Ausstellungen, Lesungen und Konzerte genutzt. In Planung ist eine Nutzung als Kultur- und Begegnungstätte. Seit 1992 wird die Kirche in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert.
2008 Wiederaufbau der Hans-Lucht-Kanzel, Investition von 31.500 Euro aus Fördermitteln Bürgerkomitee "Rettet die Altstadt", Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und Spenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Untersuchung und Proberestaurierung an Teilen des Orgelprospekts (10.000 Euro), Freilegung Rankenmalerei aus dem Mittelalter an Pfeilern im Kirchenchor (Diplomarbei Anna-Sara Buchheim)
2009 Geplant: Instandsetzung Innenraum (Gewölbe- und Wandflächen im Mittelschiff, Fußböden)

